Buch "Kursiv"
The Search Within - Buch zum Symposium "Kursiv"
Nr: Bindu-1006
Kursiv-Sonderausgabe mit Texten des Symposiums "The Search Within" .

Folgend die Presseinformation ´┐Żber das Gesamtprojekt das Werner Dornik 1996/97 kuratierte und in ´┐Żsterreich und Indien zeigte.



The Search Within


MALEREI
ZWISCHEN IMPLOSION UND EXPLOSION


Presse-Information

- AUSSTELLUNGEN -
- SYMPOSIEN -
- WORKSHOPS -
- MALWETTBEWERB -
- K´┐ŻNSTLERGESPR´┐ŻCHE -
- ´┐ŻSTERREICH-INDIEN -


Inhalt


´┐Żbersicht
- Pressekurz- und Presselauftext von Florian Sedmak -
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Symposiumsprogramm
- Symposiumsbeschreibung von Alexander Urosevic und Biographien der Referenten -

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Er´┐Żffnungsprogramm


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Projektbeschreibung

- Fritz Grohs -

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Pressetexte
- Birgit Schwaner -
- Burghart Schmidt -

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Geleitw´┐Żrter
- Unterrichtsminister Elisabeth Gehrer, Bundespr´┐Żsident Dr. Thomas Klestil,
Au´┐Żenminister Dr. Wolfgang Sch´┐Żssel, Indischer Botschafter Yogesh M. Tiwari -

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Photographien
- Radha Anjali, Werner Dornik, John Berger, Sabine Sonnenschein und Lore Heuermann,
C/Print - Kloster Pernegg, C/Dia - Raza und Staudacher -

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´┐Żbersicht

´┐ŻThe Search Within - MALEREI ZWISCHEN IMPLOSION UND EXPLOSION´┐Ż
versammelt 10 indische und 10 ´┐Żsterreichische MalerInnen aus drei Generationen und
10 internationale Referenten in einem Ausstellungs-, Symposiums- und K´┐Żnstleraus-tauschprojekt.

Untersucht werden sollen innere und ´┐Żu´┐Żere Rahmenbedingungen des Kunstschaffens,
geistige und materielle Motive und Gegebenheiten sowie die Einbindung des Kunstwerkes
in die ´┐Żnormale´┐Ż Welt des Alltags.

Ergebnis des Projektes sollen neben den Ausstellungen der ca. 100 Werke auch diejenigen Prozesse sein, die die Begegnung der beiden Kulturen sowie die Begegnung K´┐Żnstler, Publikum, Politik und Wirtschaft und der ´┐Żsterreichweite Malwettbewerb f´┐Żr Jugendliche ausl´┐Żsen werden.

Teilnehmende K´┐Żnstlerpaare:


Peter Bischof/Chittrovanu Mazumdar, Herbert Brandl/Shambhavi,
Gunther Damisch/Surendran Nair, Tone Fink/Bharati Kapadia,
Lore Heuermann/Anjum Singh, Arnulf Neuwirth/Meenakshi Bharati,
Birgit J´┐Żrgenssen/Arpana Caur, Anna Stangl/Jogen Chowdhury,
Hans Staudacher/S. H. Raza, Johannes Julian Taupe/Laxman Shreshtha.

Kloster Pernegg/Ausstellungser´┐Żffnung: Samstag 16. Mai 98, 15.30 Uhr Ausstellungsdauer: 16. Mai bis 15. Juni 98
´┐Żffnungszeiten: Di - Do von 9 bis 12 Uhr, Fr - So von 14 bis 19 Uhr
Das Rahmenprogramm bietet klassische -, traditionelle - und Avantgarde Musik aus Indien und ´┐Żsterreich, Modern Dance und indischen Tanz, eine Performance und Theater.
K´┐Żnstlergespr´┐Żche: 18. Mai 98 von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Workshops: 18. Mai 98 bis 24. Mai 98


Stift Geras/Symposium: 15. Mai 98, 14.30 Uhr bis 17. Mai 98, 13.00 Uhr
´┐ŻSpannungsfeld verinnerlichter Suche und die Informationsglobalisierung in der Kunst´┐Ż Referenten: Carl Aigner (A), Victor Anant (IND), Peter Assmann (A), Ursula Baatz (A), John Berger (GB), Lisa Corsi (AUS), Morteza Ghasempour (IRAN),
Hans J´┐Żrgen Heinrichs (D), Ranjit Hoskote (IND), Kamala Kapoor (IND),
Rudolf zur Lippe (D), Burghart Schmidt (A).

Weitere Ausstellungsorte:

Salzburg: Bildungshaus St. Virgil/Ausstellung/Filmpr´┐Żsentation: 2. Juli - 10. Sept. 98 Er´┐Żffnung: 2. Juli 98, 19.30 Uhr
New Delhi: National Gallery of Modern Art/Ausstellung: 23. Okt. 98 - 20. Nov. 98 Bombay: National Gallery of Modern Art/Ausstellung: 10. Dez. 98 - 11. J´┐Żn. 99

Zu den Ausstellungen erscheint ein zweisprachiger 160 seitiger Katalog mit 25 SW-,
90 Farbabbildungen und 32 Textbeitr´┐Żgen.

Projekttr´┐Żger: ´┐Żsterreichisch-Indische Gesellschaft

Kurator: Werner Dornik, Sulzbach 149, A-4820 Bad Ischl, Tel/Fax: 0043/6132/21990, E-Mail-Adresse 


´┐ŻThe Search Within´┐Ż wird von der indischen Regierung (ICCR), von der Indischen Botschaft Wien, von den ´┐Żsterr. Bundesministerien f´┐Żr Unterricht, kulturelle und ausw´┐Żrtige Angelegenheiten, von der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes, den Landesregierungen N´┐Ż, O´┐Ż, Vbg, Ktn, Sbg, Wien, von der ´┐Żsterreichischen Botschaft New Delhi, von den Firmen Alpine Bau, Bank Austria, Bodhicitta Art Paper, Elin, Universa, R´┐Żmerquelle, vom Waldviertel Management, der RBB Bank und durch Kooperationen mit dem ´┐ŻKS, dem Standard und dem Club ´┐Ż1 des ORF unterst´┐Żtzt.


Pressekurztext
THE SEARCH WITHN
Malerei zwischen Implosion und Explosion

Das Kloster Kloster Pernegg bei Geras wird im Mai und Juni 1998 zum Begegnungsort eines ´┐Żsterreichisch-indischen Kulturaustausches, wie es ihn noch nie zuvor gegeben hat. An diesem traditionellen Ort der Konzentration untersucht die Ausstellung The Search Within die geistigen Wurzeln und Hintergr´┐Żnde der Entstehung von Kunst. Die Ausstellung um das Spannungsfeld zwischen Konzentration und Einsicht (´┐ŻImplosion´┐Ż) sowie k´┐Żnstlerischem Ausdruck (´┐ŻExplosion´┐Ż) erweist dabei vielleicht universelle G´┐Żltigkeit. Zwischen den jeweils zehn indischen und ´┐Żsterreichischen Vertretern der bildenden Kunst - darunter Tone Fink, Birgit J´┐Żrgenssen, Lore Heuermann und Hans Staudacher - hat der Kurator Werner Dornik erstaunliche formale und inhaltliche Parallelen entdeckt.
The Search Within wird am 16. Mai 1998 mit Musik, Tanz, Performances und Theater im Kloster Pernegg er´┐Żffnet und ist bis 15. Juni 1998 zu sehen.
Ein Symposium mit Teilnehmern wie John Berger (GB), Burghart Schmidt (D) oder Rudolf zur Lippe (D) setzt sich von 15. bis 17. Mai 1998 in Geras mit dem Spannungsfeld zwischen verinnerlichter Suche und Informationsglobalisierung in der Kunst auseinander.
Neben den K´┐Żnstlergespr´┐Żchen am 18. Mai 1998 regt eine ganze Reihe von Workshops zum Kennenlernen der zeitgen´┐Żssischen indischen Kunst an. Bereits im Vorfeld findet ein ´┐Żsterreichweiter Malwettbewerb an Schulen statt.
Ein Dokumentarfilm wird die Phasen der Begegnung ´┐Żsterreichischer mit der indischer Kunst in The Search Within festhalten.

Vom Kloster Pernegg ´┐Żbersiedelt ´┐ŻThe Search Within´┐Ż in das Salzburger Bildunghaus St. Virgil (3. Juli bis 10. September 1998). Danach wird ´┐ŻThe Search Within´┐Ż nach Indien weitergetragen, wo die Bilder der ´┐Żsterreichisch-indischen K´┐Żnstlerpaare in der National Gallery of Modern Art in New Delhi (23. Oktober bis 20. November 1998) und Mumbai (10. Dezember 1998 bis 10. J´┐Żnner 1999) zu sehen sein werden.


Text von Florian Sedmak, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 38 Zeilen, 1811 Anschl´┐Żge
Presselauftext

THE SEARCH WITHN
Malerei zwischen Implosion und Explosion

Indien: Eines der geistigen Zentren der Welt, ein im Zeitalter der Globalisierung rasant wachsender Markt und ein multiethnischer Staat mit ann´┐Żhernd einer Milliarde Einwohnern. Kaum jemand hierzulande kennt die bildende Kunst Indiens im zwanzigsten Jahrhundert. Genauso wenig bekannt ist das rege Interesse der Inder an zeitgen´┐Żssischer Kunst ´┐Ż- anders als in Europa heizt eine prosperierende und wachsende Mittelschicht den Kunstmarkt an.
Wei´┐Że Flecken auf der kulturellen Landkarte des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, die sich The Search Within zu beseitigen vorgenommen hat.
Mehr noch. Die ´┐Żberarbeitung des Kulturglobus l´┐Ż´┐Żt pl´┐Żtzlich eine k´┐Żnstlerische Achse dort erkennen, wo sie niemand vermutet h´┐Żtte - zwischen Indien und ´┐Żsterreich n´┐Żmlich. Kurator Werner Dornik, langj´┐Żhriger Indienreisender, Buchk´┐Żnstler, Fotograf und Maler, entdeckt f´┐Żr The Search Within Entsprechungen zwischen der zeitgen´┐Żssischen Kunst Indiens und ´┐Żsterreichs.
Die in The Search Within gezeigten Arbeiten kommen aus dem von Implosion und Explosion begrenzten Kraftfeld. Implosion steht f´┐Żr die Suche im Inneren, die Vertiefung, wohingegen die Explosion den Akt des Ausdrucks, der Niederschrift des Geistigen darstellt.
Ein Kraftfeld, das ´┐Żber die halbe Welt hinweg h´┐Żben wie dr´┐Żben ´┐Żhnlichkeiten in k´┐Żnstlerischem Ausdruck, Ansatz und Arbeitsweise hervorbringt.
Ohne ´┐Żu´┐Żeren Einflu´┐Ż ergaben sich aus den Bildern und Arbeiten einander verwandte K´┐Żnstlerpaare, die Werner Dornik nur mehr zusammenf´┐Żhren mu´┐Żte.

Peter Bischof trifft auf Chittrovanu Mazumdar, Herbert Brandl auf Shambhavi, w´┐Żhrend sich Gunter Damisch und Surendran Nair erg´┐Żnzen. Tone Fink hat einen Verwandten in Bharati Kapida, Lore Heuermann einen in Anjum Singh. Arnulf Neuwirth findet zu Meenakshi Bharati so wie Birgit J´┐Żrgenssen zu Arpana Caur. Anna Stangl und Jogen Chowdhury passen zueinander wie Hans Staudacher und S.H.Raza oder Johannes Julian Taupe und Laxman Shreshtha.
Der Ausstellungsort, das Kloster Pernegg bei Geras im Waldviertel, ist dabei nicht zuf´┐Żllig gew´┐Żhlt, steht das Kloster doch f´┐Żr einen Ort der Besinnung und der Suche nach Konzentration und Vergeistigung.

In den weiten R´┐Żumen des Klosters versammelt The Search Within insgesamt an die hundert Arbeiten der ´┐Żsterreichischen und indischen K´┐Żnstler.
Der ost-west Dialog beginnt am 16. Mai 1998 mit der Er´┐Żffnung der Ausstellung im Kloster Pernegg ab 15.30 Uhr. Zur Er´┐Żffnung erweitert Lore Heuermann ihre kalligraphischen Arbeiten zu einer Performance. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung tanzt Sabine Sonnenschein einen Ausschnitt aus ihrem Soloprogramm ´┐ŻTransform´┐Ż. Nach der Begr´┐Ż´┐Żung durch Pr´┐Żlat Joachim Angerer und dem indischen Botschafter Yogesh M. Tiwari sowie einem Statement von Hubert von Goisern folgt Erwin Leders Ansprachentheater, das mit Hilfe von Studenten der Schauspielschule Krauss Texte von Birgit Schwaner verarbeitet. Zeitgen´┐Żssisches auch in der Musik zur Ausstellung, f´┐Żr die Richard Klammer (Trompete), Walther Witek (Knopferlharmonika), Florian Tuchacek (Schlagzeug) sorgen. Niranjan Das am Harmonium und Anil Mankani (Tabla) begleiten den indischen Tanz von Radha Anjali.
The Search Within bietet bis zum 15. Juni 1998 Einblicke in die geistigen Urspr´┐Żnge der Kunst. ´┐Żffnungszeiten: Di - Do: 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Fr - So: 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Im Sinne der Vertiefung versucht The Search Within, eine ganze Reihe weiterer Zug´┐Żnge zu den Tiefenregionen der Kunst und zum indisch-´┐Żsterreichischen Austausch zu erschlie´┐Żen.
Die K´┐Żnstlergespr´┐Żche am 18. Mai bieten Gelegenheit zum pers´┐Żnlichen Nachfragen und zum ungezwungenen, offenen Gespr´┐Żch mit den K´┐Żnstlerinnen und K´┐Żnstlern.
Zwischen 19. und 24. Mai ´┐Żffnen sich im Kloster Pernegg die Workshops zu The Search Within als Wegweiser zu neuen Perspektiven.

Die besonderen kulturellen und geographischen Aspekte in The Search Within sind auch Anla´┐Ż f´┐Żr ein dreit´┐Żgiges Symposium zum ´┐ŻSpannungsfeld verinnerlichter Suche und Informationsglobalisierung in der Kunst´┐Ż. Moderation: Martin Bernhofer (Redaktion Wissenschaft, ORF), Markus Mitringer (Kulturabteilung "Der Standard") und Peter Assmann, (Landesgalerie Linz) begleiten das Diskurswochenende vom 15. bis zum 17. Mai 1998.

Referentinnen und Referenten wie Burghart Schmidt (D), Ursula Baatz (A), Morteza Ghasempour (Iran), Carl Aigner (A), Hans J´┐Żrgen Heinrichs (D) sowie Rudolf zur Lippe (D) sprechen am Freitag, 15. Mai 1998 ab 14.30 Uhr, ´┐Żber verinnerlichte Suche, Kunst, Globalisierung und Regionalisierung.
Samstags, 16. Mai 1998 ab 10.00 Uhr, setzen die Untersuchungen vor der Ausstellungser´┐Żffnung mit Vortr´┐Żgen von Lisa Corsi (AUS), Ranjit Hoskote (Indien), Victor Anant (Indien) und Kamala Kapoor (Indien) fort. Der Sonntag, 17. Mai 1998, geh´┐Żrt ab 10.00 Uhr John Berger (GB) mit seinen ´┐Żberlegungen zu einer Theorie der Wahrnehmung und einer Nachbetrachtung unter der Leitung von
Peter Assmann (A) im Marmorsaal des Stiftes.

Schon im Vorfeld machen sich ´┐Żsterreichische Kinder im Rahmen eines bundesweiten Malwettbewerbs daran, ihren Weg zwischen Implosion und Explosion auszudr´┐Żcken. Die pr´┐Żmierten Arbeiten werden ebenfalls in Pernegg gezeigt. Der Malwettbewerb flie´┐Żt in einen Dokumentarfilm ein, in dem Entstehung, Verwirklichung und Hintergr´┐Żnde von The Search Within festgehalten werden.
Die Ausstellung geht nicht in Geras zu Ende, sondern wird ins Bildungshaus St. Virgil in Salzburg von 2. Juli bis 10. September 1998 gezeigt, wo auch die Pr´┐Żsentation des Dokumentarfilms stattfinden wird. Am 23. Oktober wechselt The Search Within dann an die National Gallery of Modern Art in der indischen Metropole New Delhi und Mumbai, wo dann (zun´┐Żchst einmal) eine lange Reise enden wird, wie es sie in der Beziehung zwischen Indien und ´┐Żsterreich noch nicht gegeben hat.

Text von Florian Sedmak, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 95 Zeilen, 5139 Anschl´┐Żge



Symposiumsprogramm

´┐ŻSPANNUNGSFELD VERINNERLICHTER SUCHE UND DIE INFORMATIONSGLOBALISIERUNG IN DER KUNST´┐Ż

FREITAG, 15. Mai 1998 im Stift Geras/Marmorsaal

14.15 Uhr Er´┐Żffnung durch Pr´┐Żlat Joachim Angerer
14.30 Uhr Burghart Schmidt (D), ´┐ŻGlobalisierungsfalle den K´┐Żnsten gestellt´┐Ż
15.15 Uhr Hans J´┐Żrgen Heinrichs (D), ´┐ŻSinnlichkeit, Erkenntnis, Technik´┐Ż
15.45 Uhr Diskussion
16.15 Uhr Pause
16.30 Uhr Morteza Ghasempour (Iran), ´┐ŻDie Existenzaporien der Gegenwartskunst"
17.00 Uhr Carl Aigner (A), ´┐ŻDie Globalisierung des Sehens - die Lokalisierung des
Blicks´┐Ż
17.30 Uhr Ursula Baatz (A), ´┐ŻEuropa - Indien: Geschichte einer Verwechslung´┐Ż,
eine Wort-Bild-Collage
18.00 Uhr Buffet
19.00 Uhr Rudolf zur Lippe (D), ´┐ŻEigenes und Globales´┐Ż
19.30 Uhr Diskussion

Moderation: Martin Bernhofer (A), Redaktion Wissenschaft, ORF

SAMSTAG, 16. Mai 1998 im Stift Geras/Marmorsaal

10.15 Uhr Ranjit Hoskote (IND), ´┐ŻImagining Homelands: Strategies in Contemporary
Indian Art´┐Ż
11.00 Uhr Lisa Corsi (AUS), ´┐ŻCommunication and Globalisation of Art´┐Ż
11.45 Uhr Mittagessen
13.0 Uhr Kamala Kapoor (IND), ´┐ŻBetween Tradition and Transition: Balancing the
Dynamics."
13.45 Uhr Victor Anant (IND), ´┐ŻBeyond Globalism´┐Ż
14.30 Uhr Caf´┐Ż
15.30 Uhr Ausstellungser´┐Żffnung im Kloster Pernegg..

Moderation: Brigitte Voykowitsch (A), Redaktion Au´┐Żenpolitik

SONNTAG, 17. Mai 1998 im Stift Geras/Marmorsaal

10.15 Uhr John Berger (GB), ´┐ŻSteps towards a small theory of the visible´┐Ż
11.00 Uhr Peter Assmann (A) Nachbetrachtung


Das Symposium wird aufgezeichnet, die Patronanz wurde von der UNESCO ´┐Żbernommen.
F´┐Żr das leibliche Wohl w´┐Żhrend des Symposiums sorgt Landeshauptmann Dr. Erwin Pr´┐Żll.

Symposiumsbeschreibung




´┐ŻSPANNUNGSFELD VERINNERLICHTER SUCHE UND DIE INFORMATIONSGLOBALISIERUNG IN DER KUNST´┐Ż


In einer Zeit, in der k´┐Żnstlerisch scheinbar alles m´┐Żglich ist, in der es keinen einheitlichen Stil gibt, keine Standards und trotz Globalisierung keine internationale Bewegung, sieht man sich weniger als Teil eines weltumspannenden Kunst-Netzes, sondern vielmehr inmitten eines weltweiten Kunst-Labyrinths. Wenn es keine vorgegebene Richtung gibt und alle unterwegs sind, wenn Individualit´┐Żt z´┐Żhlt und sie jeder auch einsetzt, kann das Resultat k´┐Żnstlerischer Arbeit selbstverst´┐Żndlich quer ´┐Żber alle Distanzen hinweg miteinander in Verbindung gebracht werden - f´┐Żcher´┐Żbergreifend, interdisziplin´┐Żr.

Jeder der K´┐Żnstler ist ein Teil des Ganzen und wie pers´┐Żnlich seine Chiffren und das verwendete Bildmaterial auch sind, so gehen sie doch auf ein bestimmtes Grundvokabular und Zeichenrepertoir zur´┐Żck, welches der Zivilisation als Erfahrung eigen ist. Die Verschiedenheit der Bilder von au´┐Żen wird durch eine Suche nach ´┐Żbereinstimmung im Inneren verringert oder ausgeglichen.

Sollten sich Farben, Formen, Techniken ... in weit voneinander entfernten L´┐Żndern wiederholen, so gilt es dies jeweils neu aufzunehmen und zu vergleichen, um m´┐Żglicherweise einen neuen Faden im undurchschaubaren Labyrinth der Trends, Stile und Str´┐Żmungen zu legen. Es sind oft einzelne Elemente, die z´┐Żhlen und mehr erz´┐Żhlen als ganze Geschichten. So scheint es wichtig, dem Lesen zwischen den Zeilen, oder analog, dem Sehen zwischen den Zeichen eine besondere Bedeutung zuzumessen und auf diese Weise auch das Spannende im Vergleich der Kunst verschiedener Kulturen zu entdecken.



Auszug aus dem Ausstellungskatalog "The Search Within"



Text von Alexander Urosevic, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 22 Zeilen, 1342 Anschl´┐Żge

Um einseitiger Betrachtung entgegenzuwirken, sind Referenten aus Bereichen der Ethnologie, Philosophie, ´┐Żsthetik, Kunstgeschichte und -kritik, des Journalismus und Kulturmarketings sowie des Kunstmanagements aus ´┐Żsterreich und Indien, aber auch aus Australien, Deutschland, England und Persien geladen.
Der Zustand der aktuellen Kunstszene spiegelt einerseits den Zustand der Gesellschaft, die gekennzeichnet ist von einer Vielzahl an individuellen und gruppenspezifischen Priorit´┐Żten und hat andererseits schon lange Schwierigkeiten mit der Rezeption fremder oder gar andersartiger Kulturen.
Das gegenst´┐Żndliche Symposium sucht einen Ausweg aus dieser Situation, indem es eine m´┐Żgliche Befruchtung und Inspiration zwischen den 20 K´┐Żnstlern und den Referenten untersucht und an die Verantwortung, die sich durch die Rezeption ihrer Arbeit durch den Betrachter ergibt, erinnern will.
Weiters wird in der Nachbetrachtung des Symposiums versucht, eine gemeinsame Relativierung der verschiedenen Zug´┐Żnge zu finden um den herk´┐Żmmlich Kunstbegriff neu zu ´┐Żberdenken, denn die T´┐Żr zur Kunst von morgen f´┐Żhrt in ganz neue R´┐Żume, in denen die vertraute alte und die neue, die eigene und die fremde Kunst nebeneinander und miteinander auf uns einwirken. Es gilt also die scheinbar un´┐Żberwindlichen Unterschiede, ja Gegens´┐Żtzlichkeiten in der Suche nach dem allgemein Menschlichen, dem Urgrund der Dinge, dem Sinn der Existenz zu ´┐Żberwinden.

Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 19 Zeilen, 1238 Anschl´┐Żge


Biographien der Symposiumsreferenten



Carl Aigner, geboren 1956 in ´┐Żsterreich: Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik und Kommunikationswissenschaften in Salzburg und Paris; zahlreiche Publikationen zur Photographie, zu Neuen Medien und Gegenwartskunst sowie ´┐Żsterreichische und internationale Kuratorent´┐Żtigkeit; Universit´┐Żtslektor: Lehrbeauftragter an der Hochschule f´┐Żr angewandte Kunst Wien: Initiator und Herausgeber der Kunstzeitschrift EIKON - Internationale Zeitschrift f´┐Żr Photographie & Medienkunst (erscheint seit 1981 in Wien); seit 1997 Direktor der Kunsthalle Krems; lebt und arbeitet in Krems und Wien.


Victor Anant was born in 1928 in Kerala, South India. Anant´┐Żs work - stories, poems, political reportage, essays on the visual arts, jazz notes - has been published in India, England, United States and Europe. His first novel ´┐ŻThe Revolving Man" was published in London. His latest novel, ´┐ŻSacred Crow´┐Ż, part of his India Quintet, was published by Penguin, India. Since he stopped working for the UN in New York, he has been living mainly with his wife (an educationist) in Karachi - where he has written about contemporary Pakistani artists. Works in Progress: Bombay Chronicle, Passport to Paddington, The Embrace of Islam (fiction); Friso ten Holt (an essay based on the work and life of a distinguished Dutch painter).


Peter Assmann, geboren 1963, er studierte im Rahmen eines Doppelstudiums Kunstgeschichte (Doktorat), sowie Geschichte und Germanistik (Lehramt). Nach einer T´┐Żtigkeit als Assistent und Lehrbeauftragter am Institut f´┐Żr Kunstgeschichte der Universit´┐Żt Innsbruck, einem Forschungsprojekt in Frankreich, sowie wissenschaftlicher T´┐Żtigkeit am Tiroler Landesmuseum arbeitet er derzeit als Leiter der Landesgalerie Ober´┐Żsterreich und als Gastprofessor an der Hochschule f´┐Żr Gestaltung in Linz. Seine bisherigen wissenschaftliche Publikationen behandeln vor allem die italienische Kunst des 16. Jahrhunderts, sowie die Kunst des 19. Und 20 Jahrhunderts; er publizierte jedoch auch literarische Texte.


Ursula Baatz, geb. 1951, ORF - Abteilung Religion beim H´┐Żrfunk, Lehrauftrag an der Universit´┐Żt Wien, zur Zeit Forschungsprojekt des FFWF zum Thema Buddhismus-Rezeption im Westen.
Pr´┐Żsidentin der Wiener Gesellschaft f´┐Żr interkulturelle Philosophie (WIGIP).
Arbeitsschwerpunkte: interkulturelle Philosophie, Zen-Buddhismus, Genese der industrialisierten Wahrnehmung.

Publikationen (Auswahl): Jittoku lacht den Mond an. Texte der Zen-Meister, Wien 1983;
Licht-Seele-Auge. Zur Wahrnehmungspsychologie im 19. Jahrhundert,in: Clair, J./Pichler, C./Pircher;
W. (Hg.), Wunderblock - Geschichte der modernen Seele, Ausstellungskatalog Wiener Festwochen, Wien 1989
Ernst Mach - the Scientist as a Buddhist, in: Blackmore; J. (ed)., Ernst Mach - A Deeper Look, Documents and New Perspectives, Boston Studies in the Philosophie of Science, Dordrecht 1992
Hugo M. Enomiya-Lassalle. Leben zwischen den Welten. Biographie. Benziger, Z´┐Żrich 1998
John Berger wurde 1926 in London geboren und lie´┐Ż sich 1972 in einem Bergdorf der Haute Savoie nieder. Er war schon fr´┐Żh als Maler und Zeichenlehrer t´┐Żtig. Ber´┐Żhmt wurde er durch seine Kunstbetrachtungen, Romane und Essays. Er schrieb auch eine Reihe von Theaterst´┐Żcken, Filmdrehb´┐Żchern und H´┐Żrspielen.

Zuletzt erschienen von ihm Auf dem Weg zur Hochzeit (1996), Schritte zu einer kleinen Theorie der Sichtbarkeit (1996), Tizian - Nymphe und Sch´┐Żfer (1996) und, zusammen mit Nella Bielski, Francisco Goya - Das letzte Portrait (1995).

1972 Television Film Director´┐Żs Prize, London: f´┐Żr ´┐ŻWays of Seeing´┐Ż
1972 Booker Prize;
James Tait Memorial Prize
Guardian Fiction Prize, London: G
1975 George Orwell Preis f´┐Żr Journalismus, London
1976 National Society of Film Critics Annual Award
´┐ŻBest Screen Play´┐Ż, New York:
´┐ŻJonas, der im Jahr 2000 f´┐Żnfundzwanzig Jahre alt sein wird´┐Ż
1977 Union Of Journalists and Writers Prize, ´┐ŻBest Reportage´┐Ż,
Paris: A Seventh Man´┐Ż
1989 Prix d´┐ŻEurope, Barcelona Film Festival, f´┐Żr den Film
´┐ŻPlay Me Something´┐Ż;
Lanan Literary Award for Fiction, Lanan Foundation, L. A.
´┐Żsterreichischer Staatspreis f´┐Żr Kulturpublizistik, Wien
1991 Petrarca Preis f´┐Żr Literatur
1997 Deutsche Akademie der Darstellenden K´┐Żnste, Frankfurt
H´┐Żrspiel der Jahres 1996: ´┐ŻWill It Be A Likeness?´┐Ż


Lisa J. Corsi wurde 1972 in Australien geboren und lebt in der Schweiz. Sie besuchte verschiedenste Seminare und Kurse wie z. B. das Parsifal College (Vertiefung der Rudolf Steiner Philosophie). 1991 absolviert sie das Careers Business College.
Sie arbeitet in Bereichen des Kunstmarketings und -management f´┐Żr AIC Conferences, Munupi Arts & Crafts Association, Europ´┐ŻArt International Art Fair (Genf), Promotion Assistent f´┐Żr verschiedene Ausstellungen in Japan, Australien und der Schweiz.
Im September 1996 gr´┐Żndet sie ihr Unternehmen ´┐ŻLisa J. Corsi Artist Representative´┐Ż.





Morteza Ghasempour wurde 1958 im Iran geboren. Nach dem Studium der Ingenieurwissenschaften an der Technisch Universit´┐Żt Teheran besuchte er das Studienkolleg der Universit´┐Żt zu K´┐Żln. Anschlie´┐Żend studierte er die F´┐Żcher Philosophie, Deutsche Philologie und Soziologie im Magisterstudiengang an der Philosophischen Fakult´┐Żt der Universit´┐Żt zu K´┐Żln. Er promovierte in Philosophie am Philosophischen Seminar der Universit´┐Żt zu K´┐Żln. Er war sowohl wissenschaftliche Hilfskraft als auch wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Philosophischen Seminar in K´┐Żln.
Er ist auch Gr´┐Żndungs- und Vorstandsmitglied der internationalen Gesellschaft f´┐Żr Interkulturelle Philosophie e. V. -GIP- und hielt unter anderem Vortr´┐Żge und Veranstaltungen ´┐Żber ´┐Żsthetik, Ethik, Bildungstheorie, vergleichende Philosophie, Religionen im Vergleich und Hermeneutik.

Deutschsprachige Publikationen

1. Die Theorie des ´┐Żsthtischen Scheins bei Schiller und Hegel, K´┐Żln 1994
2. Zarathustras Konzeption einer elementaren Ethik und Nietzsches Zarathustra-Rezeption, in: Studien zu Interkulturellen Philosophie 5/1996
3. Persische ´┐Żsthetik, in Lexikon der ´┐Żsthetik, hrsg. Von W. Henckmann und K. Lotter, M´┐Żnchen 1992
4. Das Ethos des Denkens. Die interkulturelle Transformation der antiken Philosophiedeutung, in: Studien zur Interkulturellen Philosophie 7/1997.
5. Religion in interreligi´┐Żser Deutungsperspektive (im Druck)
6. Philosophie und Bildung (im Druck)


Hans-J´┐Żrgen Heinrichs, 1945 geboren, promovierte in Ethnologie, lebt als freier Schriftsteller und wissenschaftlicher Publizist in Frankfurt und Paris, ver´┐Żffentlichte vor allem ethnologische, psychoanalytische, kulturanalytische und kunsttheoretische Arbeiten. Er ist Herausgeber der Schriften von Michel Leiris, Victor Segalen und Max Raphael sowie zahlreicher Einzelwerke (von Bachofen, Morgentheater etc.) und Anthologien (´┐ŻDas Fremde verstehen´┐Ż, ´┐ŻAfrika´┐Ż etc.).
Zuletzt ver´┐Żffentlichte er bei EVA: ´┐ŻGrenzg´┐Żnger der Moderne´┐Ż, ´┐ŻWilde K´┐Żnstler´┐Ż und
´┐ŻDas Feuerland-Projekt´┐Ż, bei Rowohlt: ´┐ŻInmitten der Fremde´┐Ż und ´┐ŻErz´┐Żhlte Welt´┐Ż.







Ranjit Hoskote was born in Bombay in 1969. He is a poet, art critic and independent curator. His first book of poems, Zones of Assault, appeared in 1991; his second book, a translation of the Marathi regional poet Vasant Dahake`s poetry, was published as A Terrorist of the spirit in 1992.
Hoskote`s critical biography of the distinguished contemporary Indian painter Jehangir Sabavala - titled Pilgrim, Exile, Sorcerer: The Painterly evolution of Jehangir Sabavala - will be published in March 1998.

Hoskote was a Fellow and Visiting Writer at the prestigious International Writing Program of the University of Iowa, USA, over Fall 1995.
He as an independent curator, he has conceived and organised two exhibitions of contemporary art: ´┐ŻHinged by Light´┐Ż (1994),comprising paintings and sculptures by Mehlli Gobhai, Prabhakar Kolte and Yogesh Raval, and ´┐ŻPrivate Languages´┐Ż, comprising assemblages, paintings and sculptures by Anandajit Ray, Sudarshan Shetty and Ravinder Reddy.


Kamala Kapoor is an independent art critic and curator based in Bombay. She was educated at the Faculty of Fine Arts in Baroda and Shantiniketan, West Bengal. Her professional work has involved assignments for newspapers, magazines, art journals, catalogues, corporations and institutions in India and abroad. She has recently curated the Indian representation for ´┐ŻContainer ´┐Ż96 - Art Across Oceans´┐Ż in Copenhagen, Denmark and also the Second Asia/Pacific Triennial in Brisbane, Australia.
As a recipient of a senior fellowship from the Ministry of Culture, she is currently engaged in researching material for a publication on Indian contemporary art.


Rudolf zur Lippe geboren 1937 in Berlin, ist Professor f´┐Żr ´┐Żsthetik an der Universit´┐Żt Oldenburg.
1981/82 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1989 initiierte er die von der Stiftung Niedersachsen getragenen ´┐ŻKarl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit´┐Ż. Er ist Herausgeber der Zeitzeitschrift ´┐ŻPoiesis´┐Ż. Rudolf zur Lippe lebt in Hude.


Burghart Schmidt, Prof. Dr. phil. habil. geb. 1942, Wilhelmshaven.
1962 - 1970 Studium der Biologie, Chemie, Physik, dann Philosophie u. Kunstgeschichte/Uni T´┐Żbingen.
1968 - 1977 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Philosophen Ernst Bloch.
1977 - 1997 Lehrt´┐Żtigkeit an der Hochschule f´┐Żr angewandte Kunst und der Akademie der bildenden K´┐Żnste in Wien, an der Universit´┐Żt Hannover und der Universit´┐Żt Klagenfurt, Dozent am Internationalen Zentrum f´┐Żr Kultur und Management Salzburg. Seit Herbst 1997 Professor f´┐Żr Sprache und ´┐Żsthetik an der Hochschule f´┐Żr Gestaltung Offenbach am Main.
Arbeitsgebiete: Erkenntnistheorie, Sozialphilosophie, Kunsttheorie, Religionsphilosophie, Sprachtheorie.
Postmoderne - Strategien des Vergessens, Frankfurt am Main 1994. Am Jenseits zu Heimat, Wien/Darmstadt 1994, Bild im Abwesen, Wien 1996, ´┐Żberarbeitete und vermehrte Neuauflage demn´┐Żchst
Kinderphilosophieren, Wien 1997

Er´┐Żffnungsprogramm


16. Mai 1998, 15.30 Uhr Kloster Pernegg


Lore Heuermann
Kalligraphische Performance zu einer musikalischen Reise


Pr´┐Żlat DDr. Joachim Angerer
Seine Excellenz Botschafter Yogesh M. Tiwari
Liese Prokop, Landeshauptmann Stellvertreterin, Nieder´┐Żsterreich
O. R´┐Żtin Dr. Jacqueline J´┐Żrs, BM f. Unterricht und kulturelle Angelegenheiten
Dr. Barbara Maria Lee-St´┐Żrck, BM f. ausw´┐Żrtige Angelegenheiten
Mag. Olga Okunev, Bundeskanzleramt, Kunstsektion
Lioba Reddeker, Kuratorin f´┐Żr Kunst im Auftrag des Bundeskanzleramtes
Hubert von Goisern


Preisverleihung


Schulmalwettbewerb


Erwin Leder
Ansprachentheater mit den Studenten der Schauspielschule Krauss nach einem St´┐Żck von
Birgit Schwaner


Richard Klammer, Trompete;
Walther Witek, Knopfharmonika
Florian Tuchacek, Schlagzeug;
Niranjan Das, Harmonium
Anil Mankani, Tabla


Radha Anjali
Indischer Tanz


Sabine Sonnenschein
Modern Dance - Soloausschnitt aus ´┐ŻTransform´┐Ż


Waldviertler Buffet mit indischen Schmankerln


Ausstellungs-Rundgang



Projektbeschreibung

´┐ŻThe Search Within´┐Ż

Um Suche kreisen viele Gedanken heutzutage. Gesucht werden Sinn, Sicherheit, Klarheit, Liebe, Wohlstand, Gesundheit usw. Und nachdem bei der Beantwortung diesbez´┐Żglicher Fragestellungen auf althergebrachte Strukturen und ihre Repr´┐Żsentanten immer weniger Verla´┐Ż ist, wenden sich immer mehr Menschen dem verl´┐Ż´┐Żlichsten Begleiter ihrer Existenz zu, ihrem Selbst.

Aber auch das Selbst mu´┐Ż erst gefunden werden, nach oft verwirrender Suche, und das Eigene scheint oft am weitesten entfernt. Naheliegender ist da vielleicht eine kleine Reise in das idyllische Kloster Pernegg bei Stift Geras. Denn nur eine knappe Stunde von Wien, in einem der energetisch aufgeladensten Teile des Waldviertels gelegen, zeigen 20 K´┐Żnstler aus Indien und ´┐Żsterreich unter dem Titel ´┐ŻThe Search Within´┐Ż sich selbst, ihre Suche und die dazugeh´┐Żrenden Bilder.

´┐ŻThe Search Within´┐Ż - ´┐ŻInnenschau´┐Ż ist ein aktueller Begriff. Informationsgau und Jahrtausendwende vor Augen sucht das kollektive Bewu´┐Żtsein nach etwas zum Anhalten. Die Innenwelt steht hoch im Kurs, w´┐Żhrend die Au´┐Żenwelt kollabiert.
Kunst ist in beiden Welten in ihrem Element und Projekte wie dieses sto´┐Żen auf gro´┐Żes Interesse. Das Festschreiben einer Befindlichkeit zum Zeitpunkt ihrer Verfl´┐Żchtigung ist die nicht eben einfach zu bew´┐Żltigende Ausgangsidee dieser Ausstellung und des sie begleitenden Symposiums. Die Auswahl der mitwirkenden K´┐Żnstler und Referenten sowie die vergleichende Gegen´┐Żberstellung Indien-´┐Żsterreich verdankt sich der pers´┐Żnlichen Schwerpunktsetzung des Kurators Werner Dornik und soll m´┐Żglichst viele individuelle Positionen der inneren Suche dokumentieren.



F´┐Żr Indien spricht dessen Image als Quelle allen Wissens. Den Jammer des Lebens zu transzendieren bedient man sich im Westen nicht erst seit Hippiezeiten zunehmend der Philosophien, Religionen und Mystizismen Asiens - die Umsatzziffern der Esoterikindustrie sprechen eine eindrucksvolle Sprache. Indien selbst ist zur Zeit freilich viel mehr damit besch´┐Żftigt, Anschlu´┐Ż an den Globalisierungsexpress zu finden, der genau in die Gegenrichtung f´┐Żhrt.
Die innere Suche gilt nat´┐Żrlich immer dem Sein an sich, der Seele, wenn man so will. ´┐Żsterreich mit seiner spezifischen Seele und seiner spezifischen Art, sich ihr zu n´┐Żhern,
ist - als Wiege der Psychoanalyse - ein w´┐Żrdiger Partner in dieser Exhibition der Such-Systeme.

´┐ŻThe Search Within´┐Ż beginnt am 15. Mai 1998 mit einem internationalen Symposium, das den Besuchern die M´┐Żglichkeit bietet, sich aktiv mit dem Thema ´┐ŻVerinnerlichung und Globalisierung´┐Ż auseinanderzusetzen. ReferentInnen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Philosophie, und Medien laden zum Gedankenaustausch in den meditativen Stiftsgem´┐Żuern ein. Die Ausstellung selbst wird tags darauf feierlich er´┐Żffnet.

Ein Vergleich der Herangehensweisen soll hier vermittelt werden, nicht mehr - aber auch nicht weniger. Denn, um mit Viktor Frankl zu sprechen: Die Kunst hat die T´┐Żre offen zu halten, jene T´┐Żre, die aus dem Reich der Bedingtheit hinaus buchst´┐Żblich ´┐Żins Freie´┐Ż f´┐Żhrt.

The Search Within/Stift Geras/Ausstellung: 16. Mai - 15. Juni 1998/Symposium: 15. - 17. Mai 1998

Fritz Grohs


Text von Fritz Grohs, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 58 Zeilen, 2716 Anschl´┐Żge


Pressetext


Birgit Schwaner

´┐Żsterreich trifft Indien
"The Search Within - Kunst zwischen Implosion und Explosion".
Mehr als eine Ausstellung. 16. Mai bis 15. Juni 1998, Kloster Pernegg bei Geras



Der Ort der Stille liegt nicht sehr weit von Wien entfernt. Gelbe Felder, gr´┐Żne Wiesen, sanft geschwungene H´┐Żgel. Der Weg nach Pernegg bei Geras im Waldviertel, unter einem Fr´┐Żhlingshimmel, ist schon selbst ein Ziel. Er f´┐Żhrt durch eine Gegend, in der man Ruhe findet.
Das Wort Kontemplation liegt nahe, wenn man das aus dem Mittelalter stammende Stift Pernegg betritt. Romanische Kreuzg´┐Żnge f´┐Żhren in R´┐Żume und S´┐Żle, deren tief in Nischen liegende Fenster den Blick zum Horizont lenken, hinweg ´┐Żber Waldh´┐Żnge, T´┐Żler. Es sind R´┐Żume, die das Gef´┐Żhl vermitteln: hier, abseits von L´┐Żrm und Betriebsamkeit, lassen sich die Fragen finden, die auf Wesentliches zielen. Ein idealer Ort f´┐Żr "The Search Within - Kunst zwischen Implosion und Explosion".
"The Search Within" - in unserer Sprache vielleicht als "Innere Suche" bzw. "Suche im Inneren" bezeichenbar, ist eigentlich der Titel f´┐Żr etwas Unbeschreibbares. Die Mystiker Europas, die Weisen Indiens: sie wissen, da´┐Ż die innere Betrachtung, das geistige In-sich-Horchen und Bewu´┐Żtwerden zu einer Erfahrung werden kann, deren Tiefe mit Worten schwer beschreibbar wird. Zu einer Wirklichkeit, die f´┐Żr alle Menschen zu allen Zeiten gleich ist, die uns verbindet ´┐Żber Generationen, Landesgrenzen und Kulturen hinweg - und deren besondere Vermittler die K´┐Żnstler und K´┐Żnstlerinnen dieser Erde sind. Doch: auf welche Weise? Stellen ihre Werke das Au´┐Żen der Innenwelt dar? Oder das Innere der Au´┐Żenwelt? Zu welchen Blickwinkeln kommt, wer im Proze´┐Ż der Wahrnehmung des Innen das Au´┐Żen erkennt? Wo w´┐Żre Innen, wo Au´┐Żen, wo die Grenzen? Wie entsteht Kunst? Wie h´┐Żngt die Entwicklung k´┐Żnstlerischer Vorstellungen von der Wechselwirkung zwischen Verinnerlichung und Ver´┐Żu´┐Żerung ab - also von psychischen Erfahrungen der Implosion und Explosion? Fragen ´┐Żber Fragen, die sich mit dem Thema vernetzen. Die uns angehen. Denn es ist das Thema menschlicher Identit´┐Żt.
Die Idee, Fragen wie diese nicht nur zu stellen, sondern auch zu verfolgen und nachvollziehbar zu machen, hatte Werner Dornik. Seine Beobachtung, da´┐Ż sich einige Bilder ´┐Żsterreichischer und indischer Maler auf frappierende Weise ´┐Żhnelten, stand am Anfang des Projektes "The Search Within".

Unterst´┐Żtzung der Indischen Regierung, des ´┐Żsterreichischen BMUK, des Bundeskanzler-amtes, des Au´┐Żenministeriums und des Landes Nieder´┐Żsterreich wurde es dem Kurator erm´┐Żglicht, nach einem halben Jahrhundert diplomatischer Beziehungen zwischen Indien und ´┐Żsterreich erstmals zehn "K´┐Żnstlerpaare" f´┐Żr diese - innen und au´┐Żen - grenz´┐Żberschreitende Schau zusammen-zustellen. Das Spannende daran ist zudem, da´┐Ż hier Maler und Malerinnen, die nicht nur aus verschiedenen Generationen, sondern auch aus den unterschiedlichsten Welt- und Lebensanschauungen kommen, zu einem Thema gearbeitet haben:
Peter Bischof und Chittrovanu Mazumdar, Herbert Brandl und Shambhavi,
Gunther Damisch und Surendran Nair, Tone Fink und Bharati Kapadia, Lore Heuermann und Anjum Singh, Birgit J´┐Żrgenssen und Arpana Caur, Arnulf Neuwirth und Meenakshi Bharati, Anna Stangl und Jogen Chowdhury, Hans Staudacher und S.H. Raza,
Johannes Julian Taupe und Laxman Shreshtha

Sie zeigen vom 16. Mai bis 15 Juni 98 in Kloster Pernegg ca. 100 ihrer Werke. Auf Leinwand und Papier, gegenst´┐Żndlich und abstrakt, als Collage oder in anderer Technik: Ost und West im Vergleich - aus der Perspektive einer zeitgen´┐Żssischen "Inneren Suche"!

Auch ein Symposium findet statt, an dem bekannte Gr´┐Ż´┐Żen und Experten ihres Fachs teilnehmen, um das "Spannungsfeld verinnerlichter Suche und die Informationsglobalisierung der Kunst" miteinander in Beziehung zu setzen: der Autor und Kunsthistoriker John Berger, der Ethnologe Hans J´┐Żrgen Heinrichs, die Philosophen Rudolf zur Lippe, Burghart Schmidt, Ursula Baatz, Morteza Ghasempour, die Kunsttheoretiker Ranjit Hoskote, Victor Anant,
Peter Assmann und Kamala Kapoor, die Kunstmarketingexpertin Lisa Corsi und der Leiter der Kunsthalle Krems Carl Aigner.
Und anschlie´┐Żend, zur Ausstellungser´┐Żffnung l´┐Ż´┐Żt sich etwa die K´┐Żnstlerin Lore Heuermann bei einer Performance zuschauen. Dazu kann man Live-Musik h´┐Żren, die - als musikalische Reise zwischen Indien und ´┐Żsterreich - eigens f´┐Żr diesen Tag komponiert wurde. Hinzukommen Tanz, Theater und Buffet; auch die K´┐Żnstler werden anwesend sein ...
Au´┐Żerdem werden die Bilder der Preistr´┐ŻgerInnen des bereits laufenden Malwettbewerbs f´┐Żr Sch´┐Żler zu sehen sein. Es wird einen Film geben, nat´┐Żrlich einen Katalog - Ansatzpunkte zur weiteren Reflexion. Zur weiteren Suche - f´┐Żr K´┐Żnstler, Besucher.
Und wenn im Waldviertel der Sommer ins Land zieht, wird es Zeit f´┐Żr die Ausstellung nach Salzburg ins Bildungshaus St. Virgil und im Herbst mitsamt den Malern und Malerinnen nach Indien zu reisen. Dort geht es weiter in der National Gallery of Modern Art New Delhi und Mumbai, an anderen Orten. Und dann? "The Search Within" - wahrscheinlich ein Projekt auf Lebenszeit. Es lohnt sich mehrfach,
Sie werden sehen ...

Text von Birgit Schwaner, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 99 Zeilen, 4308 Anschl´┐Żge
Pressetext


Burghart Schmidt

Globalisierungsfalle, den K´┐Żnsten gestellt?

Erst jetzt l´┐Żuft die Internationalisierung der Welt auf allen Ebenen, allerdings auch mit der Kehrseite ihrer Medaille, der sich versch´┐Żrfenden Regionalisierung. Ob wir das nun begr´┐Ż´┐Żen oder nicht, es handelt sich um einen geschichtlichen Realprozess, der, selbst wenn man ihn f´┐Żr Weltzonen stoppte, eine andere Welt auch in solchen Zonen hervorbr´┐Żchte. Klar, wo es sich um einen Realprozess handelt, da´┐Ż die Kunst sich in ihn hineinbegeben mu´┐Ż, will sie sich nicht in nostalgisch-k´┐Żnstliche Reservate einmauern oder einmauern lassen. Nur im Wie des Sichhineinbegebens hat sie mit Freiheitsgraden zusammen Aufgaben vor sich, deren Auftrag geradezu der Befreiungsanspruch ist im Sinn einer durch Kunst sehr indirekten Leitidee.

Man steht da ja l´┐Żngst vor dem Umstand eines internationalen Kunstverkehrs, der folgenderma´┐Żen beschaffen ist: Politiker und Wirtschaftler beladen ihre Koffer bei Arbeitsweltreisen auch noch mit Paketen international bereits anerkannter Kunst aus ihrem Land oder schicken diese voraus, um sie ausl´┐Żndisch kurz auszupacken, und, nach fl´┐Żchtiger Beschau durch die anderen, wieder einzupacken, damit sie nun ihr Spr´┐Żchlein hersagen k´┐Żnnen von der Kultur als einem Wertfaktor f´┐Żr Standortvorteile. Politiker wie Wirtschaftler verhalten sich dabei in ihrer Ehrlichkeit am st´┐Żrksten nackt und unverschleiert, kommen auf k´┐Żrzestem Weg zur Sache. Einem solchen egalen Repr´┐Żsentationsabtausch des ohnehin schon international bekannt Anerkannten entgegenzuwirken, das w´┐Żre eine Funktion der Internationalisierung im Zusammenwirken von K´┐Żnstlern, f´┐Żr Kunstentwicklung, Kunstinnovation, durchaus derart auch f´┐Żr gegenseitige Kunstprovokation.

Da gibt es aber weiterhin noch weitere Folgegefahren des bisherigen aufwendigen Kunstverkehrs. Einmal setzte sich durch ihn ein internationaler Stil als weltweiter Standard durch, der alle regionalen Unterschiede einb´┐Żgelt. Das hat die Kritik gen´┐Żgend beleuchtet. Zugleich wurde die Kunst anderer Kulturbereiche einerseits musealisiert, andererseits folklorisiert f´┐Żr die fl´┐Żchtigen Geschm´┐Żcker des Tourismus auf kurze Abwechslungen, aber bitte nicht zuviel davon. Dem entspricht in Breite europ´┐Żische ´┐Żbernahme anderer Kunst, anderer Kulturbereiche auf technisch-funktionalen Wegen, die scheinbar sich intensiver einl´┐Ż´┐Żt aufs Fremde, und doch nur nach besseren Verfahren der Konzentration, der Entspannung, des Zusichselberkommens, der Entleerung f´┐Żr den unbelasteten Ausbruch der Creativit´┐Żt sucht, ganz in europ´┐Żischer Technikgesinnung. Obwohl, zugestanden, die Individuen weithin sich umgestiegen glauben oder wenigstens f´┐Żhlen. Es mag ihnen f´┐Żr ihr individuelles Leben unbenommen bleiben.

Aber die Kunst mu´┐Ż hier fragen, sie mu´┐Ż dazu fragende Gegenarbeit aufnehmen. Diese Gegenarbeit m´┐Ż´┐Żte sich einarbeiten in eine Diskussion des verschiedenen Kulturellen, so da´┐Ż ein sich aneinander reibendes Ineinanderwirken zu entstehen verm´┐Żchte ohne R´┐Żcksicht auf die Imagekonkurrenzen der Standortvorteile, die Momentangeschm´┐Żcker touristisch aufs Exotische, die Techniken der Wiederherstellung von Leistungsf´┐Żhigkeiten h´┐Żheren Vorstellens. Das alles mag mitspielen und beiherspielen, darf aber weder das Thema noch der Sinn im internationalisierenden Zusammenbringen der Kunstarbeit sein, stellt vielmehr dessen Gegensinn dar, der zu ´┐Żberholen ist, wenn auch vielleicht mit dessen Hilfe.

Und nun steht in den internationalen Zusammenk´┐Żnften der K´┐Żnste, zu denen es notwendig kommen mu´┐Ż, insbesondere die Begegnung Europa-Indien an. Diese Begegnung zeigt sich dadurch von besonderer Art, da´┐Ż von Indien her, durch die Araber weitergetragen, die Dialektik der Null nach Europa eingeliefert wurde, deren Einflu´┐Ż auf den neuzeitlich europ´┐Żischen Geist mit seinen praktischen Konsequenzen bis zur Mathematik der Bewegung gar nicht zu ´┐Żbersch´┐Żtzen ist. Andererseits kommen aus dem Indischen die meisten fast-food-Aufbereitungen anderer Vorstellungswelten f´┐Żr die pluralen postmodernen Geister von heute und die Techniken der Entspannung f´┐Żr eine sich beschleunigende Europa-Zeit der Gegenwart. Auf dem Gel´┐Żnde nun gerade mit k´┐Żnstlerischer Kl´┐Żrung des Verh´┐Żltnisses von einem bestehenden Ineinanderwirken zu beginnen, steht stark dr´┐Żngend an. Damit es nicht bei dem Verkitschungsverh´┐Żltnis bleibt, das heute weithin als die Regel auftritt, welche die Ausnahmen dazu nur best´┐Żtigen.


Text von Burghard Schmidt, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 68 Zeilen, 3841 Anschl´┐Żge


Geleitwort

Bundespr´┐Żsident Dr. Thomas Klestil


Mehrmals habe ich mich im heurigen ´┐Żsterreichischen ´┐ŻKultursommer´┐Ż zum Thema Kunst zu Worte gemeldet und dazu aufgerufen, den herk´┐Żmmlichen Kunstbegriff neu zu ´┐Żberdenken. Denn die T´┐Żr zur Kunst von morgen f´┐Żhrt in ganz neue R´┐Żume, in denen die vertraute alte und die neue, die eigene und die fremde Kunst nebeneinander und miteinander auf uns einwirken.
Aus diesem Grunde freue ich mich ganz besonders ´┐Żber das von Werner Dornik gemeinsam mit der ´┐Żsterreichisch-Indischen Gesellschaft organisierte Ausstellungs- und K´┐Żnstleraustauschprojekt ´┐ŻThe Search Within - Kunst zwischen Implosion und Explosion´┐Ż, das den Rahmen f´┐Żr einen Dialog zwischen ´┐Żstlichem und westlichem Kunstempfinden bieten will und zum bewu´┐Żten gemeinsamen ´┐ŻAufsuchen der Innenr´┐Żume´┐Ż des Lebens anregt - und das damit genau in jener Richtung t´┐Żtig wird, die mir f´┐Żr die n´┐Żchsten Jahre so wichtig zu sein scheint.
Seit langem schon ist der aus Bad Ischl stammende Initiator als Fotograf und Maler, als Buchgestalter, Kulturvermittler und Literat hervorgetreten und auf ´┐ŻSpurensuche nach Innen´┐Ż unterwegs. Seine gro´┐Że Liebe zum Subkontinent Indien und dessen reicher Kultur und Tradition sorgte dabei f´┐Żr jene Weite und Tiefe, die f´┐Żr eine Begegnung so verschiedener Kulturen wichtig sind.
So w´┐Żnsche ich den zehn ´┐Żsterreichischen K´┐Żnstlerinnen und K´┐Żnstlern und ihren indischen Kolleginnen und Kollegen, die sich an diesem Projekt beteiligen, viel Erfolg und reiche Erfahrungen bei ihren Zusammentreffen - sowohl am ´┐Żsterreichischen Veranstaltungsort Pernegg/Geras in Nieder´┐Żsterreich, als auch in der National Gallery of Modern Art in Neu Delhi.
Ich danke dem Organisationsteam und seinen Partnern und F´┐Żrderern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien f´┐Żr ihre Unterst´┐Żtzung dieses interkontinentalen Projekts und w´┐Żnsche ´┐ŻThe Search Within´┐Ż jeden Erfolg!


Text von Dr. Thomas Klestil, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 37 Zeilen, 1595 Anschl´┐Żge



Geleitwort

Au´┐Żenminister Dr. Wolfgang Sch´┐Żssel

Begegnungen zwischen fernen Kulturkreisen, die ´┐Żberwindung scheinbar un´┐Żberwindlicher Unterschiede, ja Gegens´┐Żtzlichkeiten in der Suche nach dem allgemein Menschlichen, dem Urgrund der Dinge, dem Sinn der Existenz - welch sch´┐Żnere, geistig kreative Aufgabe k´┐Żnnen sich K´┐Żnstler aus Asien und Europa gemeinsam stellen?

´┐Żsterreicher und Inder wollen in der beschaulichen Umgebung des Waldviertler Stiftes Pernegg bei Geras und in New Delhi im Jahre 1998, dem Jahr der f´┐Żnfzigsten Wiederkehr der staatlichen Unabh´┐Żngigkeit Indiens, dieser bev´┐Żlkerungsreichsten parlamentarischen Demokratie der Welt, zugleich an der Schwelle zum ersten ´┐Żsterreichischen Vorsitz in der Europ´┐Żischen Union, nach einem halben Jahrhundert diplomatischer Beziehungen besondere Akzente der Zusammenarbeit zwischen unseren L´┐Żndern setzen.

Mit wacher Neugier verfolgen wir die Ausdrucksformen der bunten, magischen Welt Indiens, die k´┐Żnstlerische Umsetzung der vier Ziele des Mensch, dharma- des Lernens, artha - des materiellen Erwerbs, kama - der Sinnlichkeit, bis hin zu moksha - der Erl´┐Żsung im Vergleich zu christlich-j´┐Żdisch-griechischen Erbe Europas.

Als ´┐Żsterreichischer Au´┐Żenminister freue ich mich besonders, da´┐Ż dieser fruchtbare Gedankenaustausch sowohl in ´┐Żsterreich als auch in Indien stattfindet, ein Symbol der tiefen Wertsch´┐Żtzung, die wir im Bewu´┐Żtsein unserer alten europ´┐Żischen ´┐Żberlieferung f´┐Żr die mannigfaltige, von Buddhismus, Hinduismus und Islam gepr´┐Żgte Tradition Indiens empfinden. Nur wer die eigenen Wurzeln achtet, kann auch die des anderen wirklich respektieren, ja daraus Quellen der eigenen Inspiration sch´┐Żpfen.

So danke ich Werner Dornik ebenso wie den je zehn ´┐Żsterreichischen und indischen K´┐Żnstler, die sich zusammengefunden haben, um mit den technischen Mitteln von heute die Urspr´┐Żnge von gestern f´┐Żr die Menschen von morgen als ´┐ŻKunst zwischen Implosion und Explosion´┐Ż neu formen und zu bewahren. M´┐Żge den Beteiligten viel Gl´┐Żck und Erfolg bei der Bew´┐Żltigung ihrer Aufgabe beschieden sein.

Text von Dr. Wolfgang Sch´┐Żssel, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 36 Zeilen, 1789 Anschl´┐Żge

Geleitwort

Unterrichtsminister Elisabeth Gehrer


Ich freue mich sehr, da´┐Ż das von der ´┐Żsterreichisch-Indischen Gesellschaft initiierte Ausstellungs- und K´┐Żnstleraustauschprojekt ´┐ŻThe Search Within - Kunst zwischen Implosion und Explosion´┐Ż die Realisierung eines Malwettbewerbs f´┐Żr Sch´┐Żler und Sch´┐Żlerinnen von 6 bis 18 Jahren ber´┐Żcksichtigt.

Es erscheint mir als eine spannende Herausforderung, die Begegnung zweier unterschiedlicher Kulturen f´┐Żr den k´┐Żnstlerischen Austausch und den bildnerischen Gestaltungsproze´┐Ż von Sch´┐Żlerinnen und Sch´┐Żlern fruchtbar zu machen.
Interessant erscheint daran im besonderen, da´┐Ż entlang der Pole Implosion und Explosion sowie ´┐ŻInnere Sicht´┐Ż und ´┐Ż´┐Żu´┐Żere Sicht´┐Ż der k´┐Żnstlerischen Arbeit und des k´┐Żnstlerischen Empfindens gearbeitet wird. Daran ankn´┐Żpfend setzen sich die Sch´┐Żler und Sch´┐Żlerinnen ja nicht nur bildhaft, sondern gem´┐Ż´┐Ż eines umfassenden Bildungsauftrages auch mit vielen anderen Dimensionen dieser kulturellen Begegnung auseinander.
´┐ŻThe Search Wtihin´┐Ż tr´┐Żgt damit zu einer intensiveren, individuelleren und auch ganzheitlicheren Begegnung durch die Auseinandersetzung mit Unterschieden und Parallelen in ´┐Żstlicher und westlicher Kultur bei.
Die Erm´┐Żglichung einer direkten Begegnung von Kindern und Jugendlichen mit zeitgen´┐Żssischen K´┐Żnstlern und K´┐Żnstlerinnen aus unterschiedlichen kulturellen Welten ist damit auch eine Gelegenheit, pers´┐Żnliche Gespr´┐Żche zu f´┐Żhren und dar´┐Żber hinaus durch eine gemeinsame Arbeit neue Dimensionen kennenzulernen und das Verst´┐Żndnis f´┐Żr unterschiedliche Herangehensweisen zu vertiefen.

Ich hoffe auf eine m´┐Żglichst eindrucksvolle und nachhaltige Wirkung f´┐Żr die Teilnehmer!

Text von Elisabeth Gehrer, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 33 Zeilen, 1507 Anschl´┐Żge




Geleitwort
Indischer Botschafter Yogesh M. Tiwari

Ich bin hocherfreut, da´┐Ż der Kurator Werner Dornik ein innovatives Ausstellungs- und K´┐Żnstleraustauschprojekt zwischen ´┐Żsterreich und Indien lanciert hat. Das Projekt zielt darauf ab, internationale Verst´┐Żndigung und kulturelle Beziehungen ´┐Żber Grenzen hinweg zu f´┐Żrdern.
Ich glaube, da´┐Ż die ´┐Żhnlichkeiten zwischen indischer und ´┐Żsterreichischer Kunst gro´┐Ż genug sind, um einen Vergleich sinnvoll, die Verschiedenheiten aber doch zahlreich genug sind, um diesen Vergleich gleichzeitig aufregend und fruchtbar zu machen.

Die Geschichte der indischen Kunst stellt ein kulturelles Kontinuum ´┐Żber eine Zeitspanne von 7000 Jahren dar, die bis vor die pr´┐Żhistorische Bheem Betka H´┐Żhlen und die Mohenjodaro und Harappa Zivilisation zur´┐Żckreicht. W´┐Żhrend ihrer ganzen Geschichte wurde die indische Kunst von ´┐Żu´┐Żeren Stilrichtungen beeinflu´┐Żt und hatte umgekehrt wieder Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung in ganz Asien und dar´┐Żber hinaus.

Die Sch´┐Żnheit indischer Kulturformen liegt darin, da´┐Ż es sich nicht nur um eine f´┐Żr sich bestehende Kunstform handelt, sondern um eine, mit einer universellen, ja sogar kosmischen Reichweite. Die Leitidee der Ausstellung "The Search Within" ist daher besonders f´┐Żr den Genius der indischen Kunst geeignet. Die ´┐Żberaus starke Besch´┐Żftigung indischer Weiser, Seher und K´┐Żnstler lag seit jeher darin, die h´┐Żhere Wirklichkeit, die das Leben miteinschlie´┐Żt, zu erfassen. Die Suche nach dieser ultimativen Realit´┐Żt hat religi´┐Żse Mystiker, Philosophen und K´┐Żnstler zu einer inneren Suche gef´┐Żhrt. Letztlich ist Kunst ein Ausdruck der Kreativit´┐Żt des K´┐Żnstlers, der mittels seiner Sinne und seines inneren Auges mit der Au´┐Żenwelt in Wechselbeziehung tritt. Ich bin sicher, da´┐Ż die zehn indischen K´┐Żnstler, unter denen ber´┐Żhmte Namen wie S. H. Raza, Jogen Chowdhury, Arpana Caur und Laxman Shreshtha vertreten sind, die Mannigfaltigkeit und Schwingung indischer Kunst und Menschen wiederspiegeln werden.
Ich hoffe, ´┐Żsterreich wird durch "The Search Within" der zehn indischen K´┐Żnstler, ein neues Bild von Indien erhalten.

Text von Yogesh M. Tiwari, Abdruck honorarfrei, wir freuen uns ´┐Żber ein Belegexemplar. 26 Zeilen, 1767 Anschl´┐Żge
The Search Within
Preis: 15,00 €
verfŘgbar