Mythologie

Lepra gibt es seit Menschengedenken. In frühen Zeiten, in denen noch niemand etwas über Infektion, Bakterien etc. wusste, wurden Krankheiten und Unheil bringende Ereignisse, die nicht mit dem Verstand zu erfassen waren, einer höheren Macht zugeschrieben. Gott bzw. den Göttern stand es zu, die Menschen für Verfehlungen in ihrem Handeln zu bestrafen.

In manchen Kulturen musste/muss man den Götter verschiedenste Opfer darbringen, um sie gütig zu stimmen, um somit Krankheiten und Katastrophen vom Volk abzuwenden.
Bei Religionen, die an Wiedergeburt glauben, liegen die Wurzeln der Strafe oft schon in früheren Leben, in denen man sich mit seinem Tun schlechtes Karma auflud.
Für die Christen war es laut Bibel eine Strafe Gottes. Lepra wurde als Zeichen für Ehebruch und Homosexualität gesehen und die Sündenstrafen des Fegefeuers mussten schon auf Erden ertragen werden. Dementsprechend war auch die Haltung der Gesunden gegenüber den Kranken, welche durch das Alte Testament im 3. Buch Mose bekräftigt wurde. Darin steht geschrieben, dass Aussätzige unrein sind, bestimmte Kleidung tragen und in Isolation leben müssen. Diese Einstellung änderte sich jedoch mit dem Gebot der Nächstenliebe. Der Dienst an Kranken und sogar Aussätzigen wurde als Dienst an Christus gesehen.