Tone Fink at Apparao Gallery


Tone Fink at the temple yard of the school - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink at the fire pooja - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink gets a BINDU from a student - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink explains his artwork - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink explains how to mix colours - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink shows his catalogue to the students - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink and T. S. Srinivasan - © 2018 by Bindu-Art-School

Tone Fink and artist Bala Subramani - © 2018 by Bindu-Art-School

Workshop mit TONE FINK

1. Workshop vom 30. Jänner – 4. Februar 2006

Bharatapuram, Tamil Nadu
Künstler: TONE FINK
Thema: "Kunst muss nicht immer ernst sein"



Was soll ich diesen StudentInnen lernen, die malen doch schon großartig“, bemerkte Tone Fink, am ersten Tag des Workshops nach der Ansicht ihrer Arbeiten.

So galt es Fink, die eigene malerische Entwicklung der StudentInnen nicht zu sehr zu beeinflussen, sondern machte mit viel Witz, Aktionsmalerei, Klang- und Körper- Performance-Einlagen seinen eigenen Zugang zur Kunst liebevoll erlebbar.

Die StudentInnen waren so begeistert vom „Finkischen“ Temperament, dass auch sie zu tanzen begannen, Tierstimmen imitierten oder Farbe auf das Papier spritzten.

Vom ersten Moment an, bestand zwischen den StudentInnen und Fink ein sehr freundschaftliches und respektvolles Verhältnis, das zum Abschied alle zu Tränen rührte.


BINDU ART-schöpfertum
(Gedanken von Tone Fink zum Bindu-Art-School Workshop)

Sie sitzen geduldig auf dem harten pflaster, zueinander, ohne unterlage, stundenlang in ruhestellung, vor dem tempel oder unter einem dach, ineinander und miteinander, hören werner und mir aufmerksam zu, erfahrungsneugierig.
Freuen sich sehr, weil man sich für ihr werk zeit nimmt und können das neuerschaffen von einfällen kaum erwarten. Sie lachen anmutig und ruhig- zufrieden strahlen sie großäugig und warmherzig.
Werner verteilt aus und teilt ein. Er filmt, löst fragen und gibt schöpfungshalt. Ich schau neugierig zu und versuch erste annäherung mit spaßigen auflockerungsübungen, die sie bald selbst mitmachend annehmen. Denke mir „bei null beginnen und wenn möglich eine entdeckung machen.“
Sie öffnen sich und ihre wunden vertrauensvoll und erfinden bunte wunderwelten in einfacher pinselsprache,; als heilsame nahrung für ihre oft schwere wirklichkeit.
Buntgekleidet sind sie selber und ihre werke auch sehr farbenfroh auf papier gebannt; ein paradies aus pflanzen, menschen, tiere, häuser, landschaften und staunende gesichter in gesundnaiver erfahrungssicht.
Meine körper- und ton(e)spiele erleichtern und lockern ihr inneres ausdrücken auf. Besprechungen, erklärungen und kritiken erfolgen in wohltuender und offener runde. Habe nicht zuviel geführt und geleitet sondern war beobachtend da. Kunst kann es auch werden, wenn man trodzem lacht. Technische möglichkeiten vorführen, aber nicht gefangen nehmen in klaren zielvorstellungen.
Es ist eine gegenseitige umarmung mit bejahender bereicherung. Ihre anwesenden kraftquellen laden unsere energien zu gemeinsamem tun auf. Man gibt und bekommt aber viel mehr zurück. Die hellen lachstrahlen dieser gezeichneten menschen und das genügsame leben in freud und leid teilen, boten mir eine tiefe und neue lebenserfahrung.
Diese naturnahen, wie „rohe kinder“, haben eine große neigung zur farbe als sinnlich vitale quelle. Z.b. indigo, anilin, ultramarin, safran, purpur, ocker und henna, grünsmaragd und türkis…farbenstofflichkeiten aus ihrer indischen heimat.
Mit ihren verbildlichten selbstentdeckungen und hoffnungsvollen neuwelten kommen sie zufriedener über ihre oft schweren lebens- und leidensrunden.
Man möge werner dornik durchhalten wünschen damit das tunnel kürzer werde oder am ende noch heller leuchtet. Ohne soziales stigma und in einem spielerischem umgang kann der selbstwert dieser wunderbaren menschen befreiend hochentwickelt werden.

In positiver achtung
Tone fink




www.tonefink.at